Nach dem Venture Capital-Boom der späten 90er Jahre, der geprägt war durch sehr viele riskante
Start-up-Finanzierungen, befindet sich der Private Equity-Markt seit 2001 in einer Konsolidierungsphase.
Zu einen ist die Zahl eingegangener Beteiligungen deutlich gesunken, zum anderen wird erheblich
stärker auf die Qualität der Investitionen geachtet; die Folge ist ein verändertes Risikoprofil
der eingegangenen Engagements.
Gleichwohl verbessert sich zusehends die Stimmung, dies u.a. auch deshalb, weil vermehrt ausländische
Investoren den deutschen Mittelstand entdecken. Ausschlaggebend für den Optimismus sind deutlich positivere
Einschätzungen der Investitionsbereitschaft institutioneller Investoren, der Nachfrage nach
Beteiligungskapital, der Konjunkturentwicklung und der Aktienmarktentwicklung im Vergleich zu den
vergangenen Jahren. Den Private Equity Markt kennzeichnet jedoch heute ein realistisches
Bewertungsniveau für Unternehmen sowie eine risikobewusste Investmentpolitik der Private Equity-Investoren,
die neben einem herausragenden Geschäftsmodell eine hohe Qualität der Vorbereitung der Ansprache
sowie ausgeprägte Kompetenz auf Seiten des Unternehmers voraussetzen.
Eine professionelle Vorbereitung der Ansprache von Kapitalgebern ist heute unabdingbar um (1)
nachhaltiges Interesse auf Investorenseite zu wecken und (2) die Unternehmensbewertung zugunsten
des Unternehmens zu beeinflussen. "Wenn Firmen richtig vorbereitet sind, zahlen Investoren bis zum Doppelten des Kaufpreises" (Michael Drill, Sal. Oppenheim).
Der gesamte Prozess der Kapitalbeschaffung dauert erfahrungsgemäß etwa fünf bis sechs Monate und
lässt sich in folgende drei Phasen einteilen: